Wittenberg 2014 – Auf den Spuren Martin Luthers

Anfang  Mai 2014 haben wir ein verlängertes Wochenende in der Lutherstadt Wittenberg verbracht. Mit dem vollgepackten Jugendwerksbus, Sonjas Auto und einer 11-köpfigen Gruppe fuhren wir Donnerstagmorgen los in ein sehr evangelisches Wochenende. In Wittenberg angekommen ging‘s erstmal darum, die Umgebung zu erkunden. Untergebracht waren wir im Glöcknerstift, ein Hostel des CVJM im Herzen Wittenbergs. Da die Stadt nicht die größte ist, haben wir uns recht schnell zurechtgefunden, sind jedoch alle relativ früh ins Bett gefallen. Gemeinsames Zusammensitzen bei Spielen und gemeinsames Kochen hat uns das komplette Wochenende über zu einem geselligen Erlebnis gemacht.

Am nächsten Tag ging es dann richtig los. In der Früh besuchten wir das Wohnhaus von Martin Luther. Dieses wurde in ein Museum umgebaut, in dem jedes Detail aus Luthers Leben und Wirken sehr spannend und interessant auf vier Etagen dargestellt ist. Am Nachmittag bekamen wir eine wunderbare Stadtführung, die vor allem auf das Wirken Luthers und seiner Bekannten ausgerichtet war und wir folglich jedes kleine Hinterhöfchen und Gässchen mit ihren geheimnisvollen Bedeutungen erkunden konnten. Die Schweinekälte und der Regen haben uns dabei die Laune nicht verderben können. Den Tagesabschluss hat der Lutherfilm aus dem Jahr 2003 gemacht.

Zum Glück war das Wetter am Tag darauf besser. Bei wunderschönem Sonnenschein sind wir in den Wörlitzer Park gefahren, wo wir den Nachmittag in Kleingruppen verbrachten. Dieses grüne Gartenreich bietet eine Vielzahl an Aktivitäten und vor allem eine Menge an Sehenswürdigkeiten. Von Kirchen, Synagogen, Schlössern und Burgen zu wunderschönen Naturmonumenten und Tieren war einfach für jeden etwas dabei. Zurück in Wittenberg schlossen wir den Abend mit einer letzten Tour durch die Altstadt, welche uns in Luthers Stammkneipe „Schwarzer Bär“ führte. Danach hatten wir noch das Glück ein tolles Feuerwerk im Rahmen der Wittenberger Radsporttage betrachten zu können, welches direkt am Marktplatz stattfand.

Nach einer Andacht Sonntagmorgen, in der wir alle unsere wunderbaren Erfahrungen der letzten Tage noch einmal reflektiert haben, brachen wir auf. Dies bedeutete allerdings noch nicht das Ende unseres Ausflugs. Auf dem Heimweg war unser erster Stopp das Städtchen Torgau. Diese Stadt war besonders für Luthers Frau, Katharina von Bora von Bedeutung. Daher gab es hier nochmal viel zum Thema Reformation zu entdecken. Weiter ging es nach Rochlitz, wo wir das „Schloss Rochlitz“ besuchten, auf welchem aktuell eine Ausstellung zum Thema „Starke Frauen in der Geschichte“ ist. Hier bekamen wir noch einmal eine sehr ausführliche und aufschlussreiche Führung, vor allem auf Aspekte der Reformation wurde hier genauer eingegangen. Spät am Abend, aber glücklich und auf jeden Fall bereichert mit Erfahrungen und Wissen, sind wir wieder in Passau angekommen.

Nach diesem sehr erfahrungsgeladenen und spaßigen Wochenende waren wir uns alle einig: einmal im Leben muss man sich als Protestant auf die Spuren Luthers und somit eine Reise an die Anfänge unserer Konfession begeben – es lohnt sich!

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